Herzinfarkt – Wochenende bevorzugt?

Ein Herzinfarkt kommt nie gelegen – und schon gar nicht am Wochenende. Tatsächlich wurde bei einer Studie des INSERM-Forschungsinstitutes in Toulouse festgestellt, dass insbesondere für Männer im Alter zwischen 25 und 44 Jahren am Wochenende die Gefahr, einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) zu erleiden, zunimmt. Im fortgeschritteneren Alter dagegen lässt sich diese Wochenend-Präferenz nicht nachweisen – möglicherweise deshalb, weil die Jüngeren eher dazu neigen, sich in der Freizeit über die Maßen körperlich zu verausgaben und dadurch ihr Infarktrisiko erhöhen. Der Statistik zufolge werden Männer ab 54 Jahren am häufigsten montags von einem Myokardinfarkt überrascht.

Weitere Erhebungen, unter anderem in den USA, brachten zutage, dass die Chance, unverzüglich, optimal und infolgedessen effektiv behandelt zu werden, umso größer ist, je besser die Klinik auch personell besetzt ist – also eben während den normalen Öffnungs- und Behandlungszeiten. Ausgewertet und verglichen wurden die so genannten Door-to-balloon-Zeiten, die Zeitspannen also, die im Ernstfall zwischen dem Auftreten der Symptome und der perkutanen Koronar- beziehungsweise Katheter-Intervention (PCI) vergangen sind. Hier zählt jede Minute.

Zugegebenermaßen kann man sich den Zeitpunkt nicht aussuchen – aber man sollte sich diese Informationen zu Herzen nehmen und entsprechende Konsequenzen ziehen. So sollte man als Erwachsener, der sich seit längerer Zeit sportlich eher zurückgehalten hat, nicht am Wochenende versuchen, Rekorde aufzustellen oder auszugleichen, was man in Jahren versäumt hat. Bei zweifelhafter Sporttauglichkeit lieber vorher den behandelnden Arzt aufsuchen um sicherzugehen, dass Herz-Kreislauf-technisch keine Bedenken gegen erhöhte körperliche Aktivität bestehen. Übrigens kann auch psychischer Stress unser Herz belasten. Ein normales Körpergewicht, der Verzicht auf Nikotin und eine vollwertige, abwechslungsreiche Ernährung sind weitere „Rädchen“, an denen wir selbst drehen können, um die Gefahr eines Herzinfarkts zu reduzieren. Wurden bereits Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus diagnostiziert, sollte man diesbezüglich regelmäßige ärztliche Kontrollen wahrnehmen und die verordneten Medikamente gewissenhaft einnehmen.

Ob am Wochenende oder an Werktagen, zögern Sie nicht, bei diesen Symptomen die 112 zu wählen:

  • Unruhe, Atemnot.
  • Starke, (über fünf Minuten) anhaltende Schmerzen in der Brust, teils ausstrahlend in die Arme/einen Arm, in Kiefer, Hals, Nacken, oberen Rücken oder Oberbauch.
  • Ein Gefühl von Druck, Enge oder Brennen im Brustraum.
  • Blässe, kalter Schweiß im Gesicht.
  • Möglicherweise kommen noch Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Schwächegefühl oder sogar Todesangst hinzu.
  • Nachts durch heftige Schmerzen in der Brust aufzuwachen, ist ein ernstzunehmendes Warnsignal.

Diese Herzinfarktanzeichen können – müssen aber nicht – auftreten. Im Zweifelsfall darf also nicht gezögert, sondern muss schnell gehandelt werden.

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